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Bundesfachtagung: MITTENDRIN STATT NUR DABEI!
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![]() Foto: © National Coalition |
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Prof. Dr. Dr. h.c. Wiesner |
Unter der Überschrift „Gut gemeint, doch schlecht geregelt“ wurde noch einmal verdeutlicht, wie gerade Kinder und Jugendliche mit Behinderung oder chronischen Erkrankungen im Streit um die Zuständigkeiten der unterschiedlichen Behörden und Kostenträger häufig unbeachtet bleiben. Einmal aus ethischer Sicht, von Herrn Prof. Dr. von Loewenich und einmal aus der rechtlichen Sicht, von Prof. Dr. Dr. h.c. Wiesner, der hier noch einmal interessante Einblicke in die unterschiedlichen Wahrnehmung von Kindern mit Behinderung und chronisch kranken Kindern in der Gesetzlichen Krankenversicherung (SGB V), der Sozialhilfe (SGB XII) und der Kinder- und Jugendhilfe (SGB V) gab.
Im Rahmen von Arbeitsgruppen, den sogenannten Foren erörterten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann anhand von Vorträgen aus den unterschiedlichen Arbeitsbereichen der drei Veranstalter, wo sie, mit Blick auf den Titel der Bundesfachtagung „Kindern mit Behinderung und chronisch kranken Kindern zu ihrem Recht verhelfen“, den dringlichsten Handlungsbedarf in Deutschland sehen.
Der zweite Tag der Bundesfachtagung, unter der Überschrift „Rechte haben – Rechte bekommen“ diente dazu, aufzuzeigen, wie, mit Bezug zur UN-Kinderrechtskonvention und der daraus resultierenden Staatenverpflichtung, eine Lobbyarbeit für Kinder mit Behinderung und chronisch kranke Kinder aussehen könnte. Die einleitenden Vorträge von Herrn Michael Spautz, ehemaligem Mitglied der Koordinierungsgruppe der National Coalition, und Herrn Heribert Mörsberger, dem Koordinator des NAP „Für ein kindergerechtes Deutschland 2005 – 2010“ (NAP), zeigten hier noch einmal deutlich die Chancen der UN-Kinderrechtskonvention und des NAP als gemeinsamem Bezugspunkt der Anwesenden auf. Ob selbstständige, ambulant arbeitende Kinderkrankenpflegerin, der Leiter einer Kindertagesstätte, die Mitarbeiterin eines Stadtjugendamtes oder der Vertreter einer Selbsthilfegruppe behinderter Menschen, etc., sie alle fanden in der UN-Kinderrechtskonvention einen gemeinsamen Bezugspunkt für ihr Vorhaben, auf die Situation von Kindern mit Behinderung und chronisch kranken Kinder aufmerksam zu machen.
Die sich anschließenden Foren unter der Überschrift: „Handlungsoptionen und Perspektiven“, dienten dazu, innovative Projekte und Ideen vorzustellen, die Wege gefunden haben, die Rechte von Kindern mit Behinderung und chronisch kranken Kindern in ihrer Arbeit zu realisieren: Die Sportgruppe für Herzkranke Kinder - eine Elterninitiative; der Verband rheumakranke Kinder e.V. – der eine Finanzierung über die Aktion Mensch erreichen konnte; die Fläming-Grundschule in Berlin – die als „ganz normale“ Grundschule im Sinne eines inklusiven Ansatzes offen ist für alle Kinder und die „School Nurse“ – die als neutrale Ansprechpartnerin für alle Kinder aufsuchende Arbeit in Schulen macht.
Die Bundesfachtagung „Mittendrin statt nur dabei!“ war eine Tagung mit einer Botschaft!
Neben dem Vorhaben, ein Themennetzwerk der National Coalition zum Thema „Kinder mit Behinderung und chronisch kranke Kinder“ zu gründen, verabschiedeten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer als Abschluss ihrer Bundesfachtagung am 22. Juni 2005 das Eckpunktepapier „Autonomie und Teilhabe – die Rechte von Kindern mit Behinderung und chronisch kranken Kindern“.
Das in der Fachtagung erarbeitete Eckpunktepapier können Sie hier als PDF-Datei downloaden. Eckpunktepapier aufrufen >>>